Darmgesundheit

Der Darm ist mit seiner extrem großen Oberfläche von 400 m² das größte Organ des Menschen. Der Großteil unseres Immunsystems wird von Mikroorganismen gebildet, diese Mikrobiotika wiegt 2 kg und beherbergt 100 Billionen Bakterien, die u.a. für Vitaminherstellung, Entgiftung, Verdauung, Energieversorgung verantwortlich ist. Der größte Teil (80 %) unserer Immunabwehr sitzt im Darm.

Das gesunde Milieu der Darmflora verändert sich im Laufe des Lebens durch Fehlernährung, Antibiotika, Konservierungsstoffe und andere Lebensmittelzusätze, so dass es zu einem Ungleichgewicht zwischen gesunden und krank machenden Darmbakterien kommt. Die krank machenden Bakterien können sich in dem gestörten Darmmilieu übermäßig vermehren, indem sie unverdaute Nahrung durch Gärung verwerten und saure Giftstoffe produzieren.

Bei diesen Giftstoffen handelt es sich um toxische Abbauprodukte der Bakterien, die über die Darmschleimhaut ins Blut gelangen. Durch eine über Wochen und Monate bestehende Dysbiose (krank machende Darmflora) kommt es zur Veränderung der Darmschleimhaut und der Darmwände. Dies führt zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand. Dies kann durch eine Blut-bzw. Stuhluntersuchung nachgewiesen werden.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Ursachen und Folgen einer erhöhten Permeabilität der Darmschleimhaut werden zunehmend in Diagnostik und Therapie gastrointestinaler Symptome angewandt. Ist die Darmschleimhaut stark gestört, gelangen Nährstoffe, Toxine und Stoffwechselprodukte direkt in den Organismus und können zu unterschiedlichsten Beschwerden, angefangen von Bauchschmerzen, Blähungen bis hin zu Muskel- und Gelenkschmerzen, Infektanfälligkeit, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Depressionen, Kopfschmerzen usw. führen.